Gefahren und Gesundheit
Die Mobiltelefone stehen im Verdacht, gesundheitsgefährdend zu sein. Obwohl bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine unmittelbar akute oder kurzfristig auftretende Schädigung nachgewiesen ist, sind die möglichen Gefahren ein heiß diskutiertes Thema (siehe auch Elektrosmog, elektromagnetische Strahlung). Eine Unschädlichkeit lässt sich aus prinzipiellen Gründen nicht beweisen. Befürchtete, jedoch bislang nicht wissenschaftlich erwiesene Wirkungen von Mobilfunkstrahlung sind unter anderem Krebserzeugung oder Belastungen des Nervensystems. Auch könnte die Strahlung der Mobiltelefone, wenn sie in der Hosentasche oder am Gürtel getragen werden, Männer unfruchtbar machen, da Spermien durch die Strahlung bewegungsunfähig werden könnten. Die Messungen beruhen jedoch teilweise nur auf ungenauen, unwissenschaftlichen Methoden, teilweise aber auch auf diversen Untersuchungen verschiedenster Universitäten, denen man sicherlich keine Unwissenschaftlichkeit vorwerfen kann, die aber je nach Studien-Design zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Es gibt wissenschaftliche (ernstzunehmende) Hinweise auf potentielle negative Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die Samenzellen. Allgemein wird vermutet, dass Mikrowellenstrahlung die Störung anderer technischer Geräte bewirken könnte, so dass die Nutzung von Mobiltelefonen in sensitiven Bereichen, wie in Kliniken oder Flugzeugen teilweise noch verboten ist. Diese Verbote werden aber neuerdings zunehmend gelockert. Auch Personen mit Herzschrittmachern wird von der Benutzung von Mobiltelefonen abgeraten. Beim Untersuchen der Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung sind folgende Frequenzen relevant: Neben der Grundfrequenz von 900 MHz bzw. 1800 MHz kommt noch die Pulsfrequenz von etwa 9 kHz durch die Modulationstechnik TDMA hinzu, außerdem treten Neben- und Oberwellen (Frequenzvielfache) in Sende-Antennen-Nähe auf, deren biologische Wirkung noch nicht ausreichend erforscht ist.
