Seitenanfang Telefonmonteur.de Diese Homepage beschäftigt sich mit dem Thema Telefon und Telefonanlagen. Es werden der Aufbau und die Funtionsweise des Telefons und von Telefonanlagen erläutert, einige Reparaturanleitungen vermittelt sowie Tips zum Umgang mit dem Telefon gegeben. Ein ausführliches Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema Geschichte des Telefons.
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GA, ZGA, GUm, PCM2TA3

In der DDR waren nicht nur Bananen schlecht zu bekommen sondern auch Materialien für den Ausbau des Telefonnetzes. Ebenfalls war die Qualität der zugelieferten Baugruppen ziemlich mangelhaft und sorgte für regelmäßige Ausfälle. In den Zeiten dieser Mangelwirtschaft dauerte es von der Beantragung eines Telefonanschlusses bis zur Realisierung, wenn es denn überhaupt möglich war, mindestens 14 Jahre. Diese Tatsache förderte den Erfindergeist und brachte einige erstaunliche Techniken zu Tage.

ZGA - Zeitgemeinschaftsanschluss

ZGA - Zeitgemeinschaftsanschluss

Der Zeitgemeinschaftsanschluss ist eine technische Variante des Gemeinschaftsanschlusses in der Kommunikationstechnik. Hierbei werden technische Ressourcen, Doppeladern im Anschlussnetz und/oder vermittlungstechnische Einrichtungen, zeitgesteuert verschiedenen Teilnehmern zugeordnet. So werden Anschlussleitungen von Firmen oder Behörden nach Geschäftsschluss auf private Teilnehmeranschlüsse umgeschaltet. Für diese privaten Teilnehmer ist ankommender Verkehr ganztags und abgehender Verkehr nur außerhalb der Geschäftszeiten möglich. Zeitgemeinschaftsanschlüsse wurden Mitte der 1980er Jahre bei der Deutschen Post der DDR eingesetzt. Im öffentlichen Telefonnetz der BRD werden sie nicht mehr verwendet.

GA - Gemeinschaftsanschluss

GA - Gemeinschaftsanschluss

Im öffentlichen Fernsprechnetz bezeichnet der Gemeinschaftsanschluss, auch Zweieranschluss, eine Technik, mit der zwei Fernsprechanschlüsse über ein und dieselbe Doppelader mit der Ortsvermittlungsstelle verbunden werden. Es gab auch Realisierungen zur Konzentration von vier Fernsprechanschlüssen. Gemeinschaftsanschlüsse kommen überall dort zum Einsatz, wo das Netz oder ein Teilnetz im Anschlussbereich nicht die erforderliche Kapazität aufweist. Es werden nur Fernsprechanschlüsse in räumlicher Nähe zueinander und mit niedrigem Angebot zusammengelegt, so dass die Blockierungen im vertretbaren Rahmen bleiben. Die Identifizierung des Fernsprechanschlusses erfolgt auf Teilnehmerseite mit Hilfe von Gemeinschaftsumschaltern. Im öffentlichen Nachrichtennetz der BRD werden Gemeinschaftsanschlüsse nicht mehr verwendet. Bei der Deutschen Post der DDR war eine technische Variante im Einsatz, der sog. Zeitgemeinschaftsanschluss.

PCM2TA3

PCM2TA3

Der PCM2TA3 ist ein von der T-Com eingesetzter Demultiplexer, der es ermöglicht, zwei analoge Telefonanschlüsse auf eine Teilnehmeranschlussleitung zu schalten (ein sogenannter Gemeinschaftsanschluss). Eingesetzt wird der PCM2TA3, wenn nicht mehr genügend freie Teilnehmeranschlussleitungen verfügbar sind. Durch den Einsatz des PCM2TA3 und des entsprechenden Gerätes auf der Gegenseite, in der Vermittlungsstelle, ist es möglich, zwei unabhängige Telefonanschlüsse über ein Adernpaar zu schalten.
Technisch wird dies durch Einsatz des Frequenzmultiplexverfahren gelöst. Dabei wird der zweite Anschluss auf ein höheres Frequenzband verschoben (dies erledigt ein Multiplexer in der Vermittlungsstelle). Der Demultiplexer trennt das ankommende Signal wieder auf, indem er an Ausgang 1 nur den unteren und an Ausgang 2 nur den oberen Frequenzbereich durchlässt, wobei der obere Frequenzbereich nach unten verschoben wird.
Nachteil dieser Lösung ist, dass an beiden Telefonanschlüssen nicht die volle Bandbreite herkömmlicher Kupferadern zur Verfügung steht. An solchen Anschlüssen ist es daher in der Regel nicht möglich, einen DSL-Anschluss betreiben zu können, da bei DSL das gleiche Verfahren eingesetzt wird (im oberen Frequenzbereich werden die DSL-Daten übertragen).
Um einen PCM2TA3 loszuwerden, kann es eventuell helfen, bei der Telekom einen ISDN-Anschluß zu beantragen. Da dabei höhere Bandbreiten notwendig werden, wird die Telekom versuchen, ihre Leitungskapazitäten umzuordnen und dem Kunden dadurch ISDN zu ermöglichen.

GUm - Gemeinschaftsumschalter

GUm - Gemeinschaftsumschalter

Als Gemeinschaftsumschalter (GUm) wird ein Gerät zur Mehrfachnutzung einer Amtsleitung mit zwei Rufnummern (so genannter Zweieranschluss) bezeichnet. Er schaltet den Amtsruf auf das der jeweiligen Rufnummer zugeordnete Endgerät. Ebenso schaltet er das Endgerät an die Amtsleitung, sobald der Gabelumschalter des Telefonapparates betätigt (also der Telefonhörer abgenommen) wird. Das jeweils andere Endgerät ist solange inaktiv. Gemeinschaftsumschalter gab es in Relaistechnik als Beikasten und als elektronische Baugruppe im Endgerät. Im öffentlichen Telefonnetz der Bundesrepublik Deutschland werden GUm nicht mehr verwendet.

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