GA, ZGA, GUm, PCM2TA3
In der DDR waren nicht nur Bananen schlecht zu bekommen sondern auch Materialien für den Ausbau des Telefonnetzes. Ebenfalls war die Qualität der zugelieferten Baugruppen ziemlich mangelhaft und sorgte für regelmäßige Ausfälle. In den Zeiten dieser Mangelwirtschaft dauerte es von der Beantragung eines Telefonanschlusses bis zur Realisierung, wenn es denn überhaupt möglich war, mindestens 14 Jahre. Diese Tatsache förderte den Erfindergeist und brachte einige erstaunliche Techniken zu Tage.
Technisch wird dies durch Einsatz des Frequenzmultiplexverfahren gelöst. Dabei wird der zweite Anschluss auf ein höheres Frequenzband verschoben (dies erledigt ein Multiplexer in der Vermittlungsstelle). Der Demultiplexer trennt das ankommende Signal wieder auf, indem er an Ausgang 1 nur den unteren und an Ausgang 2 nur den oberen Frequenzbereich durchlässt, wobei der obere Frequenzbereich nach unten verschoben wird.
Nachteil dieser Lösung ist, dass an beiden Telefonanschlüssen nicht die volle Bandbreite herkömmlicher Kupferadern zur Verfügung steht. An solchen Anschlüssen ist es daher in der Regel nicht möglich, einen DSL-Anschluss betreiben zu können, da bei DSL das gleiche Verfahren eingesetzt wird (im oberen Frequenzbereich werden die DSL-Daten übertragen).
Um einen PCM2TA3 loszuwerden, kann es eventuell helfen, bei der Telekom einen ISDN-Anschluß zu beantragen. Da dabei höhere Bandbreiten notwendig werden, wird die Telekom versuchen, ihre Leitungskapazitäten umzuordnen und dem Kunden dadurch ISDN zu ermöglichen.